NEWS / January 2008 www.bsda-cambodia.org
BSDA - Buddhism and Society Development Association, Kampong Cham, Cambodia
Das Pilzprojekt in Kampong Cham,Kambodscha und seine erfreuliche Entwicklung.
Eindrücke vor Ort
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Der ehrwürdige Vandong Thorn, Prof Dr. Holger F. Rabenau, Ludger Wenzel

Im November/Dezember 2007 besuchten Prof. Dr. Holger F. Rabenau und Ludger Wenzel auf ihrer Asienreise auch die BSDA in Kampong Cham, Kambodscha, um sich vor Ort über das überwiegend von privaten deutschen Spendengeldern finanzierte „Mushroom-Project“ (Pilzprojekt) oder wie es offiziell heißt „Orndung Chross Thmiy Integrated Development (Mushroom project)“ zu informieren.

imageEin komplettes Fischerdorf wurde von der Küste ins Landesinnere umgesiedelt, um Platz für Bauprojekte zu schaffen. Hierdurch wurde der Dorfgemeinschaft die gesamte Lebens – und Nahrungsgrundlage entzogen.
imageMit der Kultivierung von Speise-Pilzen sollte hier ein Ausgleich und Neubeginn für das Dorf geschaffen werden. Die Idee für dieses Vorhaben wurde von der BSDA – Buddhism and Society Development Association, Kampong Cham, Kambodscha, angesiedelt in den historischen Tempelanlagen des Wat Nokor (Nokor Bachey Temple) und angeführt vom Buddhistischen Mönch und Leiter der BSDA, dem ehrwürdigen Vandong Thorn, entwickelt. Nur die notwendigen Gelder haben gefehlt, wie so häufig in diesem über Jahre von den Roten Khmer ausgezehrtem Land, mit seiner Armut und den zahlreichen anderen Problemen.In diesem Fall konnten die deutschen Spendengelder helfen. Erfreulicherweise haben sich zwischenzeitlich auch Spender aus anderen Ländern an dem Projekt beteiligt.
imageimageWas sich nun vor Ort zeigte war in der Tat erstaunlich. Nicht nur wurden die gespendeten Gelder zweckgerecht verwendet, es war auch ein beeindruckender Fortschritt erkennbar.
imageIm gemeinsamen, regen Gespräch mit den Dorfvorsteherinnen und -ältesten, den Mönchen von der BSDA, allen voran dem agilen Vandong Thorn als Dolmetscher, sowie den Vertretern der deutschen privaten Spender, wurden gegenseitig Fragen gestellt und erörtert, gleichzeitig aber auch eine persönliche Verbindung hergestellt. Man kennt sich jetzt, diejenigen Menschen, welche die schwierige Aufgabe vor Ort meistern und diejenigen Menschen - oder zumindest einige davon - welche aus der Ferne Hilfestellung leisten.

Dass man das alles auch noch auf einer Webseite beobachten kann, auf welche die ganze Welt Zugriff hat - wohl eher Science-Fiction für Menschen, die um ihr einfaches Überleben kämpfen müssen.

Die kürzlich gemeinsam erbaute, einfache Hütte erweist sich mittlerweile als beindruckende „Produktionsstätte“ für die in Kambodscha so beliebten Speisepilze. Auch die Pilzbrut sowie die benötigten Vorrichtungen werden durch die Spendengelder finanziert. Hinzu kommt die Vermittlung von Know-how und die fortwährende Unterstützung durch die BSDA.

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Die Einheimischen nennen ihre Pilze „White Mushroom“ (eigentlich ist dies der international gebräuchliche englische Name für den Champion-Pilz) oder „Silk-Mushroom“. Für diejenigen die es genauer wissen wollen: Es handelt sich um eine Art weiße Austernpilze, die uns in den Farbvarianten von weiß bis braun bekannt sind, also um den „Oyster mushroom“ oder mit lateinischem Namen „Pleurotus Ostreatus“.

Nun, Hauptsache die Ernte gelingt und der Absatz hilft das aus dem Nichts begonnene Projekt zukünftig einmal selbst zu tragen. Die Pilze sind in Kambodscha besonders beliebt für große Feierlichkeiten - wie z.B. Hochzeiten.

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Mittlerweile zwei Brunnenbohrungen und –anlagen - ebenfalls finanziert von den deutschen Spendengeldern - sorgen für das benötigte Wasser, welches auch für das Leben im Dorf benötigt wird.

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Die Leitung des Dorfes wird von zwei kambodschanischen Frauen wahrgenommen. Weiterhin wurde seitens der BSDA zur Auflage gemacht, dass die Dorfkinder an regelmäßigem Schul-Unterricht teilnehmen dürfen, für den auch die BSDA, im Bereich einer ihrer Haupt-Tätigkeitsschwerpunkte, sorgt.

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Alles in allem wohl der Beweis dafür, dass im oft undurchsichtigen und komplizierten „Dschungel“ von offiziellen Spendenhilfen, weitgehend unbürokratische und spontane Direkt-Hilfe für ein gezieltes Projekt auf der Basis privater Initiative mit vertrauenswürdigen Partnern nicht nur ankommt, sondern auch bestens funktioniert und sichtbar positive Effekte in kürzester Zeit als Ergebnis zur Kenntnis genommen werden können.

Einen herzlichen Dank an alle privaten Spender, die dies überhaupt erst möglich gemacht haben!

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Frankfurt am Main, Januar 2008
(TMM)